Zeit/Ort Besprechungsraum 1 Besprechungsraum 2 Podium/Saal
SAMSTAG, 13.8.2011
09:45  Begrüßung der Teilnehmer des Kongress und Mitwirkenden
10:00 MaydaySM - Hilfe, wie soll es weiter gehen?
Inhalt: Das Angebot von http://maydaysm.de/ ist seit Jahren zumindest in "der Szene" wohl bekannt. Die mitunter nervenaufreibende und durchaus zeitintensive ehrenamtliche Arbeit der Aktiven stellt dagegen einen erheblichen Aufwand dar, welcher kaum gesehen wird. In dem Workshop geht es um eine Bestandsaufnahme und die Diskussion über die künftige Ausrichtung und Organisation des Projektes.
Moderation/Information: Annette (BVSM)
Is das krank: ICD-10 und seine Folgen
Inhalt:In dem Workshop soll ein besseres Verständnis der allseits angesprochenen ICD-10 Passagen erworben werden. Es wird diskutiert in wie weit dieses Thema eigentlich für uns relevant ist, welche Kriterien eine Diagnose überhaupt hieb- und stichfest machen und wie wir SM-ler damit umgehen können.
Moderation/Information:Silke und Takeru
 
11:00 Macht und Freiheit - Begriffe und Wirkung
Inhalt: Wie wirkt eine Unterhaltung zwischen BDSMler, die "Szene-Begriffe" selbstverständlich gebrauchen auf Außenstehende? Ist die Wirkung gewollt?
In dem Workshop geht vorrangig neben der Reflektion der Begrifflichkeiten im BDSM vor allem um einen Erfahrungsaustausch über die Wahrnehmung von BDSMlern in ihrem sozialen Umfeld, aber auch innerhalb der "Szene". Die Darstellung von BDSM in der veröffentlichten Meinung hat sich in den vergangen Jahren kaum gewandelt. Der Umgang im familiaeren wie auch im weiteren sozialen Umfeld ist dagegen bei vielen BDSMlern in der vergangenen Jahren immer offener geworden. Eine Tendenz, die aber auch innerhalb der Szene zu teilweise heftigen Abgrenzungen zwischen "echten" BDSMlern und "Lifestyle"-Fetischisten führt. Wie tolerant und liberal läßt sich miteinander umgehen, ohne sich selbst zu verbiegen? Wieviel Toleranz darf/muß man erwarten, um sich nicht selbst zu verleugnen?
Es geht hier um aktuelle Situationen im sozialen Umfeld. Mit der allgemeinen Positionsbestimmung von BDSMlern befaßt sich der folgende Workshop "BDSM oder besser was?".
Moderation/Information: Hermes
Petplay - BSDM oder Kinderspiel?
Inhalt: Petplay ist ein weit verbreiteter Fetish, an dem sich die Geister scheiden. Machne Leute halten es für pures DS, das mit SM gar nichts zu tun hat. Andere glauben an eine perverse Form moderner Rollenspiele... Der Workshop wird in Form eines offenen Vortrags gehalten, der zum Mitreden einlädt und behandelt schwerpunktmäßig:
- Definitionsversuch - Abgrenzung zu Zoophilie und Verbindung zu Zoomimik
- neumodische Spinnerei oder historisches belegbarer Fetisch?
- Rollen und Praktiken - Hund, Katze, Maus... Huhn und Pony
Moderation/Information: Dirk Sands
SM und Christsein
Informationen zum Arbeitskreis (Petra)
12:30 MITTAG  
13:00 BDSM oder besser was?
Inhalt: Über Werte, Zukunft und Außenbilder der BDSM-Szene oder von Alternativen dazu. Mittlerweile ist die SM-Szene aus der Rechtfertigungs-Haltung der "vom Thema SM Betroffenen" einigermaßen heraussen (ist das so?) und präsentiert sich offen ...aber als was?
Schafft die Zusammenfassung einer unbekannten Anzahl von Kicks und Kinks zu einem gemeinsamen Außenbild nicht genau das Ghetto, das wir eigentlich überwinden wollten? Wäre es nicht viel besser, eine "Szene" anhand von gemeinsamen Werten zu definieren/organisieren, als an einem Dresscode?
Wären nicht diese Werte, die in etwa lauten könnten: die Wichtigkeit von Lust und Wichtigkeit einer facettenreichen erotischen Kultur, die sich auch nicht scheut, tabubelastete Gefühle offen, gerade und reflektiert anzugehen. Was ist eigentliche der gemeinsame Nenner?
Wir führen Diskussionen wider die Selbst-Ghettoisierung schon seit vielen Jahren. In diesem Workshop soll die Debatte um erotische Kultur und Libertinage weitergeführt werden. Wo steht die sogenannte "BDSM-Szene" heute, wo könnte sie stehen und was sich in den vergangenen Jahren getan oder auch ohne unser Zutun verändert?
Moderation/Information: Robert (Libertine)
Streetwork
Inhalt: Infostände auf Straßenfesten sind zunehmend fester Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit von Gruppen und Vereinen. Dieser Workshop befaßt sich vor allem mit den Themen
- was wird wie gut von unserer Klientel angenommen?
- welche Standkonzepte funktionieren gut, welche haben sich in der Vergangenheit als weniger sinnvoll erwiesen?
- Vorteile/Nachteile zu Ständen auf Szene- oder Erotik-Messen
- Wahrnehmung bei "Stinos"
Ziel soll des Workshops ist, Orga-Einsteigern einen Überblick zu bereits gut laufenden Konzepten zu geben.
Moderation/Information:Berlin_bound
BDSM and the law in the UK
Inhalt:- Is BDSM legal in the UK?
- 'Extreme porn' legislation and censorship of adult fantasy images
- Vetting and barring - grounds under which you can be banned from working in "sensitive" jobs
(dieser Vortrag erfolgt in Englisch) Information:Pandora Blake
14:00 Information zu den Ergebnissen des Workshops "Macht und Freiheit - Begriffe und Wirkung"
14:30 Wie begleite ich Erstbesucher?
Inhalt: Die Betreuung von Erstbesuchern ist stets ein heikles Thema, denn sie sollen weder abgeschreckt noch sollen falsche Erwartungen geweckt werden. Vielen Orgas stellen sich dabei gleiche Fragen: Was muß ich beachten? Ist ein Gespräch unter vier Augen nötig? Sind Sicherheitshinweise abschreckend oder nützlich?...
Seit etwa fünf Jahren beschäftigt sich auch die Workshop-Leiterin mit diesem Thema, das nach wie vor faszinierende neue Aspekte hervorbringt. Besonders wichtig ist aus ihrer Sicht eine individuell passende Erstbesucherbetreuung, welche nicht nur im Aspekt des Auffangens, der Hilfe, besteht sondern auch die Begeisterung für unser Thema berücksichtigt bis hin zu einer eventuellen, zukünftig aktiven Mitarbeit in der Szene. Öffentlichkeitsarbeit beginnt im Kleinen, beim Ich und Du!
Im Rahmen des Ressorts "Forschung und Lehre" wurde hierzu ein Grundsatzpapier entwickelt, welches im Workshop erstmals im erweitereten Kreis vorgestellt wird. Gleichzeitig wird es viel Platz für Diskussionen und Erfahrungsaustausch zu dem Thema geben.
Moderation/Information: Sonne (SMart, Forschung und Lehre)
Von der Mailingliste zu Fetlife und wie weiter...
Inhalt: Die Kommunikationsmittel vor allem im Internet haben in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Waren früher Mailinglisten das Mittel der Wahl, um thematisch bezogen Informationen auszutauschen, werden heute vermehrt webbasierte Angebote genutzt. Die Entwicklung führte dabei zu einer deutlichen Auffächerung. Gleichzeitig werden "abweichende" Gruppen in den neuen Medienangeboten wie bei Facebook oder Youtube oftmals ausgegrenzt. Gehörte es vor Jahren noch zum "guten Ton", einen Account in der SZ zu haben, sind viele BDSMler inzwischen nur noch bei FL zu erreichen. Die zwischenzeitlich auch beliebten Kommunikationsmittel wie Chats und Foren sind wegen mangelnder Akzeptanz fast ausgestorben oder in den neuen Angeboten aufgegangen. Gleichzeitig ist eine Tendenz bei den "massenkompatiblen" Medien wie Facebook oder Youtube zu beobachten, auch schonmal die Accounts von Leuten mit "abweichenden" Interessen schlicht dicht machen.
Neben einem Überblick zu den technischen Möglichkeiten soll der Workshop sich vor allem den folgenden Fragen widmen: Wie kann eine effektive und zeitgemäße Kommunikation aussehen? Wofür braucht es eigene Angebote, wofür lassen sich öffentliche Angebote nutzen? Oder wofür sollten letztere auf gar keinen Fall genutzt werden?
Den Einstieg bildet einem Überblick zur Kommunikationsstrategie der BDSM (Mailingliste, Website...) und soll dann einen systematischen Überblick zu aktuellen Kommunikationsmitteln vom Fax bis hin zu Diaspora-Servern geben. Dies alles auch unter Beachtung der rechtlichen Risiken beim deren Einsatz.
Moderation/Information: Ritze
Information zu den Ergebnissen des Workshops "Is das krank: ICD-10 und seine Folgen"
15:00 Information zu den Ergebnissen des Workshops "BDSM oder besser was?"
15:30 Information zu den Ergebnissen des Workshops "MaydaySM - Hilfe, wie soll es weiter gehen?"
16:00 Schlagnach
Inhalt: Was verbirgt sich hinter dem Wort, das ich gerade lese? Nicht nur Neulinge kommen schnell mal ins Grübeln, wenn irgendwo "gefachsimpelt" wird. Auch alte Hasen und/oder Wiedereinsteiger haben mitunter Schwierigkeiten, wenn sich neue Begrifflichkeiten in die Szene durchsetzen. Ein aktuelles Nachschlagewerk kann da eine große Hilfe sein. Angebote wie Wikipedia brauchen mitunter Monate, bis Ergänzungen oder Korrekturen geprüft wurden. Letzteres geschieht dann leider auch durch Leute, welche keinerlei Bezug zum Thema haben und entsprechend unsinnig redigieren. Auch aus diesem Grund ist ein "szenespezifisches" Lexikon wie Datenschlag eine kaum zu überschätzende Notwendigkeit. Das Projekt leidet wie gedruckte Lexika aber seit geraumer Zeit darunter, daß es schlicht nicht mehr auf dem Stand der Zeit ist. In dem Workshop sollen Möglichkeiten erörtert werden, wie wir wieder zu einem aktuellen Lexikon der BDSM- und Fetisch-Szene kommen können. Welche technischen Möglichkeiten bieten sich für die Umsetzung an? Wie sollte der rechtliche Rahmen gestaltet sein? Wo läßt sich auf vorhandene Arbeit zurückgreifen?
Moderation/Information: Mike
Networking und Events der BVSM
Inhalt:Eine Vereinigung die etwas bewegen will braucht ein grosses Fundament. Darum gilt es die Vernetzung voranzutreiben und diejenigen abzuholen, die von Ihrem Glück noch nichts wissen. Immer wieder läßt sich feststellen, dass wir für SMer, die sich auch in der Szene bewegen, noch unbekannt sind. Das gilt genauso für viele Stammtische, als auch für Betreiber von SM Foren.
In dem Workshop sollen in der Art eines Brainstorming möglichst viele Ideen zur Erweiterung des Netzwerkes entwickelt werden. Inhaltlich könnten das unter anderem sein:
- Wie erweitern wir unser Fundament an Basismitgliedern...
- Wie bewerben wir den nächsten Kongress und auch den nächsten BDSM-Tag...
- Wie stellen wir den Kontakt zu den vielen Stammtischen und SM-Foren im deutschsprachigen Raum her, rücken wir denen auf die Pelle oder warten wir ab?
- Ist die Zeit reif, um massiv nicht SMer zu den Events zu bewegen, oder sollten wir ersteinmal unseren Bekanntheitsgrad bei den SMern forcieren, oder machen wir alles auf einmal?
- Finden wir ein Konzept, um diese Fragen und Ergebnisse auch auf künftige Kongresse und BDSM-Tage anwenden zu können...
Moderation/Information:Bado und Steffi
Information zu den Ergebnissen des Workshops "Von der Mailingliste zu Fetlife und wie weiter.."
16:30 Lesung aus dem Buch "Sky's sündige Geschichten" (Ilona)
17:00 Information zu den Ergebnissen des Workshops "Wie begleite ich Erstbesucher?"
17:30 Zukunft des Kongresses
Inhalt: Dies ist der erste Kongress, welcher um einem teilweise öffentlichen Rahmen ergänzt wurde. Als Vorstand der BVSM wünschen wir uns Feedback von dem Teilnehmern zu ihren Eindrücken. Was sollte die BVSM bei der Organisation des Kongresses künftig besser lassen, was sollten wir ausbauen und was sollten wir ergänzen? Dieser Workshop richtet sich nicht nur an Mitglieder der BVSM! Uns ist das unmittelbare Feedback aller Teilnehmer wichtig.
Moderation: Berlin_bound
Information zu den Ergebnissen des Workshops "Schlagnach"
Die Abendveranstaltung beginnt um 18:30 Uhr. Eintritt nur für Teilnehmer des Kongresses sowie Mitglieder der BVSM. Wir erwarten live unter anderem die düsteren Klänge von "The Man and the Mirror".
Programmänderungen vorbehalten. Für alle Workshops gilt eine Mindestteilnehmerzahl von 5 und maximale Teilnehmerzahl von 30. Für die Teilnahme gilt die Reihenfolge des Einfindens am Veranstaltungstag. Wer vorher - ohne Garantie für die Anfangszeit des Workshop - unbedingt gesetzt sein möchte, sollte das bei der Anmeldung oder spätestens einen Tag vorher per Email mitteilen!
Aussteller, Performer und Podiumsgäste (in alphabetischer Reihenfolge)
- Baumwollseil.de, - BVSM,
- Circus Sands, - FetishDiscount.com, - Hyperfemmes
- Inquisitionlive - Pandora Blake
- Radio ArtGerecht - SexyOnly - Sexualtherapie Paderborn
Mit weiteren sind wir im Gespräch, werden die Links aber erst nach fester Zusage hier veröffentlichen.
SONNTAG, 14.8.2011
10:00Frühstück  
12:00MV